Jetzt beginnt die spannende Phase!

Märkte suchen nach Orientierung!

 

September und Oktober dürften die spannendsten Monate an den Märkten im Jahr 2017 werden. Wir wollen heute die aktuelle Situation an diversen Märkten beleuchten und auf unsere Prognosen aus der Vergangenheit eingehen. Im Moment sollte ein gewisses Augenmerk auf die Geopolitik, insbesondere die Situation in und um Nordkorea gelegt werden. Ohne Zweifel sollten Anleger ebenfalls die anstehende Wahl in Deutschland auf dem Zettel haben. Italien hat es geschafft weiter Zeit zu schinden und wird seine Bürger sehr wahrscheinlich erst im Frühjahr 2018 an die Wahlurnen bitten. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist diese Wahl ausschlaggebend für den Euro und die EU. Die Situation in Italien unterscheidet sich sehr stark von den Ambitionen der Franzosen und sollte keinesfalls damit gleichgesetzt werden. Was das für die Märkte bedeutet und welche Positionierungen sich aktuell anbieten, möchten wir heute aufzeigen.

 

DAX- nach Verspätung jetzt voll im Fahrplan

 

Der DAX befindet sich aktuell in einem mehrmonatigen Abwärtstrend. Wir hatten immer wieder darauf hingewiesen und zu einem entsprechenden Shortaufbau im Kursbereich über 12.500 Punkten geraten. Spätestens mit dem Bruch der 12.000-Punkte-Marke Anfang August, begannen die ersten Marktteilnehmer am Perma-Aufwärtstrend zu zweifeln. Auf eine Korrekturbewegung Richtung 12.300 Punkte folgten gestern neue Tiefs unter 11.900 Punkten. Als erstes Korrekturziel hatten wir 11.700 Punkte genannt. Mittlerweile lässt sich klar sagen, dass der DAX in den nächsten 8 Wochen bis mind. 11.400 Punkte (unser zweites Korrekturziel), eher aber bis 11.200 Punkte (drittes Korrekturziel) fallen wird. Das betrachten wir als gesichert. Wir gehen im Moment sogar davon aus, dass der Index locker den Bereich 10.800 bis 11.000 Punkte im Rahmen einer Korrektur erreichen wird. Auch der von uns immer wieder genannte Korrekturbereich von 8.300 bis 10.800 Punkte bleibt im Falle eines starken Abverkaufs realistisch. Beim Dow Jones sollte auf den Zielbereich 18.000 bis 19.000 Punkte bei fallenden Notierungen geachtet werden. Ein Abfall unter diesen Bereich erachten wir im Moment als recht unwahrscheinlich.

 

Diesen Herbst sehen wir grundsätzlich eine erhöhte Gefahr für Marktcrashs. Idealerweise bieten sich dadurch am Aktienmarkt gute Einstiegszeitpunkte im Zeitraum Q4 2017 und Q1 2018.

 

 

Das Gold-Märchen

 

Die Rakete startet. Wie schon so oft. Die Goldpromoter laufen bereits auf Hochtouren. Die 1.300 USD wurden nach oben überschritten! Na und? Gold und Silber sind aktuell noch im Abwärtstrend. Nur irgendwie will das keiner hören? Die COT-Zahlen bei Silber sprechen bereits eine deutliche Warnung und wer glaubt, dass der Nordkorea-Konflikt Gold mal eben über 2.000 USD hebt, muss schon sehr naiv sein. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass Gold und Silber noch keine nachhaltige Bestätigung für den Start einer neuen Aufwärtsbewegung gegeben haben. Es sind weiterhin noch finale Tiefs möglich, in jedem Fall aber ein erneuter deutlicher Kursabfall, bevor es hier stark und langfristig nach oben geht. 

 

Schauen Sie sich die Kurse von Minenaktien an. Viele davon notieren unweit von ihren Allzeittiefs und haben in den letzten Monaten, wie von uns prognostiziert, massive Kursverluste erfahren. Wir sagen immer noch: Finger weg! Die Zeit ist noch nicht gekommen, bzw. das Risiko ist aktuell noch viel zu hoch. Uns ist bewusst, dass bereits an vielen Stellen genau jetzt für einen Einstieg in Minenaktien geworben wird. Wir attestieren der aktuellen Kursstärke von Gold und Silber allerdings nur noch wenige Wochen, bis es hier mindestens zu einem deutlichen Kursrückgang kommt. Unsere Indikatoren zeigen an, dass Gold und Silber wahrscheinlich erst 2018 in einen nachhaltigen Aufwärtsimpuls übergehen werden. Das mögen einige nicht gerne hören, allerdings folgen wir ganz rational unseren Analyseergebnissen. 

 

 

EUR/USD - Der nächste Kandidat fürs Märchenbuch!

 

In unserem letzten Marktkommentar schrieben wir: 

 

EUR/USD reizt unsere Extremprognose mit Kursen im Bereich 1,14 USD voll aus. Aktuell muss davon ausgegangen werden, dass das nächste Retracement im Bereich 1,17 USD angelaufen wird. Sollte es zu einem deutlichen DAX-Einbruch kommen, der nicht mit einem großen Euro-Event zusammenhängt, passt dies sogar sehr gut ins Bild.

 

In der Zwischenzeit ging der Euro stark nach oben, überwindete das Retracement bei 1,17 und bei 1,19 USD beinahe spielerisch. Sogar Kurse über 1,20 USD waren diese Woche schon drin. Angesichts unserer düsteren Euro-Prognose werden einige Leser bei diesen Kursen skeptisch. Das ist völlig nachvollziehbar. Entscheidend ist das große Ganze im Blick zu behalten und nicht die Nerven zu verlieren. Wer unsere Marktkommentare aufmerksam verfolgt, weiß, dass wir seit Monaten von EUR/USD Shorts abraten. Wir raten dazu den höheren Euro-Kurs zu nutzen. Das ist ein entscheidender Unterschied! Wir haben natürlich auch nicht erwartet, dass der Euro die Extrembereiche nach oben ausreizt, allerdings sollte dies strategisch genutzt werden. 

 

Was einen deutlichen DAX-Einbruch anbelangt, so ist ein EUR/USD Kurs von 1,21 USD, bzw. 1,23 USD möglich. Hüten Sie sich vor Long-Spekulationen auf EUR/USD- der Ofen kann jederzeit aus sein. Sollte es zu extremen Verwerfungen an den Märkten kommen, bspw. DAX unter 9.000 Punkten, so wäre ein EUR/USD-Kurs am Schlüsselwiderstand von 1,26 USD möglich. Wir präferieren dieses Szenario aktuell nicht, wollen es aber nennen. Kurse über 1,21 USD sind eine gewaltige Bullenfalle und bieten sich dann auch zum direkten Short-Trade an. Die "guten" Euro-Kurse sollten aber in jedem Fall genutzt werden, denn der USD wird schon bald auf ganzer Linie wieder kräftig ansteigen. Schlagzeilen wie "Die unheimliche Stärke des Euro" und ganze Titelbilder werden dem Euro bereits gewidmet. Bleiben Sie cool und laufen Sie nicht blind der Herde nach. Denken Sie an den Satz: "Be careful when you blindly follow the masses... Sometimes the 'M' is silent."  

 

 

*Die Veröffentlichungen auf dieser Seite stellen keine individuelle Wertpapier-, Vermögens- und Anlageberatung und auch keine Empfehlung zum Erwerb, Kauf bzw. zur Zeichnung des betreffenden Wertpapiers oder sonstiger Finanzinstrumente dar. Es gelten die Bestimmungen unseres Risikohinweises.